Skulpturstopp

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Mothership with Standing Matter (2007-08)

Das von dem Künstler Antony Gormley geschaffene Werk Mothership with Standing Matter ist eine Skulptur, die sich innerhalb eines von dem norwegischen Architekturbüro Snøhetta entworfen Pavillons befindet.

Antony Gormley (geb. 1950)

Gormley ist ein erfolgreicher britischer Bildhauer. Seit Beginn der 80er Jahre hat er überwiegend Werke mit dem menschlichen Körper als Ausgangspunkt geschaffen und verwendet dabei oft seinen eigenen Körper als Muster. Seine berühmtesten Werke sind jedoch viel größer als sein Körper, wie zum Beispiel der gewaltige Angel of the North (1998) in Gateshead, England. Gormley arbeitet mit einer Reihe verschiedener Materialen wie Ton, Glasfasern, Eisenguss, Stahl, Metall und Granit.

www.antonygormley.com

Snøhetta 

Snøhetta ist ein norwegisches Architektenbüro, das mit seinen innovativen Gebäuden viele internationale Architekturwettbewerbe gewonnen hat. Das Team entwarf unter anderem die Bibliothek in Alexandria in Ägypten, den Neubau des Kunstmuseums in Lillehammer anlässlich der Olympischen Spiele 1994 und das neue Opernhaus in Oslo.

Der Ort

Die Stadt Lillehammer liegt am Nordufer des Mjøsa-Sees. Die Kommune ist auch das Verwaltungszentrum des Regierungsbezirks Oppland. Lillehammer war Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1994.

Die Platzierung von Mothership with Standing Matter in Lillehammer war wichtig, da sich dort eine der ersten Arbeiten Snøhettas befindet - das Kunstmuseum Lillehammer. Gleichzeitig wünschte Gormley, dass das Werk in einer urbanen Umgebung mit vielen Passanten errichtet werden sollte. In dieser Hinsicht ist Jernebaneparken in Lillehammer ein idealer Ort.

Die Skulptur

Mothership with Standing Matter (Mensch im Mutterschiff) des Künstlers Antony Gormely und des Architekturbüros Snøhettasteht im Jernbaneparken in der Nähe des Bahnhofs in Lillehammer und ist das Erste, was Reisende erblicken, wenn sie mit dem Zug in der Stadt ankommen. Antony Gormleys Skulptur ist in einem Pavillion aus massivem Beton errichtet.

Mit dieser Arbeit erforscht Gormley die Beziehung zwischen menschlichem Körper und dem ihn umgebenden Raum. Die Figur Mothership with Standing Matter ist 190 cm groß und hat keine zusammenhängende, abgeschlossene Form. Sie ist aus Stahlkugeln in verschiedenen Größen zusammengesetzt, die der Figur einen flüchtigen und transparenten Ausdruck verleihen. Manche der Kugeln sind offensichtlich von der Skulptur abgefallen und über den Boden gerollt, so als würde die Skulptur sich jeden Moment auflösen. Der Standort der Arbeit im Inneren eines kompakten Raums schafft einen wirksamen Kontrast zum wandelbaren Charakter der Figur.

-Als ich in der Nachkriegszeit im Norden Londons aufwuchs, musste alles vernünftig und funktional sein. Heute ist der Spielraum größer, Kunst an die Öffentlichkeit zu bringen. Ich bin stolz darauf, dazu beizutragen, sagt Gormley.

Der Jernebaneparken in Lillehammer ist ein guter Standort für die Arbeit, weil er vielen Menschen den Zugang zu diesem Kunstwerk ermöglicht. In seinen Arbeiten thematisiert und problematisiert Gormley auf vielfältige Weise die Rolle und Funktion des Menschen in der Gesellschaft. Die Beziehungen zueinander - in hektischen urbanen Situationen oder an verlassenen, abgelegenen Orten – stehen im Zentrum seines Werks.

Aufgaben

Diese Aufgaben kannst du machen, wenn du die Skulptur besuchst. Mitmachen kann jeder, besonders angesprochen sind jedoch Kinder. 

Um die Fragen zu beantworten, musst du die Skulptur erforschen und deine Phantasie und alle deine Sinne verwenden. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. Besprecht euch untereinander und seht, ob ihr derselben Meinung seid.

  1. Sieh dir die Skulptur und das Bauwerk rundherum genau an.
  2. Aus welchen Formen ist die Skulptur gemacht?
  3. Betrachte die Skulptur von beiden Enden des Bauwerks aus. Schau dir auch den Hintergrund an. Welche Seite gefällt dir besser, und warum?
  4. Denk dir eine kleine Geschichte über den Menschen in diesem Kunstwerk aus.
  5. Fotografiere das, was dir an der Skulptur am besten gefällt.

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Bilder

Foto: Una Hunderi
Foto: Lars Erlend Øymo
Foto: Lars Erlend Øymo
Foto: Lars Erlend Øymo
Foto: Lars Erlend Øymo
Foto: Una Hunderi
Foto: Una Hunderi
Foto: Una Hunderi
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