Skulpturstopp

Skulpturen in Norwegen von international renommierten Künstlern. Alle Skulpturen anschauen Alle Skulpturen anschauen

Norwegian Wood Lattice Bisected By Curved 2-way-mirror (2010)

Die Skulptur Norwegian Wood Lattice Bisected By Curved 2-way-mirror von Dan Graham ist das erste Werk, das im Rahmen des Projekts Skulpturstopp enthüllt wurde.

Dan Graham (geb. 1942)

Graham ist einer der bekanntesten zeitgenössichen amerikanischen Künstler. Er arbeitet oft mit den Medien Skulptur, Video, Performance und Architektur. Zusammen mit Robert Smithson und Gordon Matta-Clark war er einer der Protagonisten der New Yorker Avantgarde der siebziger Jahre. Seine politisch orientierten, konzeptionellen Werke haben großen Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen sowohl in Europa als auch in den USA gehabt. 

Der Ort

Die Gemeinde Vågå im Gudbrandsdalen ist das Eingangstor zum Nationalpark Jotunheimen und gehört zum Regierungsbezirk Oppland. 

Es ist für Grahams Skulpturen typisch, dass sie Naturerlebnissen eine zusätzliche Dimension geben. Bevor er sich für Lemonsjøen als Standort entschied, besuchte er viele andere Plätze. Entscheidend für die Auswahl war, dass das Werk in der Nähe von Wasser an einer von Menschen häufig frequentierten Stelle errichtet werden sollte. Die Natur kann sich so im Wasser spiegeln, welches wiederum von den glatten Flächen des Kunstwerks reflektiert wird. 

Die Skulptur

Sie wird auch Pavillion genannt und steht an den Ufern des Sees Lemonsjøen in der Gemeinde Våga. Das aus Glas und Holz bestehende Kunstwerk spiegelt die es umgebende Natur wider. Der Betrachter kann es umrunden und bekommt durch die eigene Bewegung vermittelte Eindrücke. Mit dieser Skulptur wirft Graham die Frage nach der Sichtweise des Betrachters auf. Die aus Glas und Spiegelflächen bestehende Skulptur führt den Blick des Betrachters sowohl auf die Widerspiegelung der Landschaft als auch auf sein eigenes Abbild. Auf diese Art wird der Betrachter selbst zu einem Teil des Kunstwerks. 

Durch seine Skulpturen erforscht Graham immer wieder eine der wesentlichen Fragestellungen moderner Kunst: welche Rolle hat der Rezipient als Betrachter eines Kunstwerks? Grahams Lösungsansatz ist an die skulpturale Struktur seiner Arbeiten geknüpft. Er betrachtet sie als Instrumente, die es dem Betrachter ermöglichen, gleichzeitig zu sehen und gesehen zu werden. 

Aufgaben

Diese Aufgaben kannst du machen, wenn du die Skulptur besuchst. Mitmachen kann jeder, besonders angesprochen sind jedoch Kinder. 

Um die Fragen zu beantworten, musst du die Skulptur erforschen und deine Phantasie und alle deine Sinne verwenden. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. Besprecht euch untereinander und seht, ob ihr derselben Meinung seid.

  1. Schau dir die Skulptur genau an.
  2. Spiegle dich in der Skulptur. Bewege dich vor und zurück und rundherum. Wo siehst du das Spiegelbild, das dir am besten gefällt? 
  3. Warum hat der Künstler deiner Meinung nach Spiegel und Glas in der Skulptur verwendet?
  4. Warum wurde die Skulptur deiner Meinung nach genau hier aufgestellt?
  5. Fotografiere das, was dir an der Skulptur am besten gefällt.

Poste deine Bilder, wenn du Lust hast, auf Instagram oder Facebook unter #skulpturstopp

Die Aufgaben wurden unter Mitwirkung des Kunstmuseums von Lillehammer und Jannecke Lønne Christiansen entwickelt.

Bilder

Foto: Katja Høst
Foto: Katja Høst
Foto: Katja Høst
Foto: Katja Høst
Foto: Katja Høst
Foto: Jannecke Lønne Christiansen
Foto: Sverre Chr. Jarild
Foto: Jannecke Lønne Christiansen
Foto: Sverre Chr. Jarild
Foto: Jannecke Lønne Christiansen
Foto: Jannecke Lønne Christiansen