THE GRAN BOATHOUSE (2010)

The Gran Boathouse ist ein Kunstwerk der international anerkannten und ausgezeichneten Künstlerin Rachel Whiteread.
 

DIE SKULPTUR

Ganz unten am Ufer in Røykenviken in der Region Hadeland steht The Gran Boathouse (Das Bootshaus in Gran). Aus der Ferne betrachtet erweckt es den Anschein, ein normales Bootshaus zu sein. Wenn man näher kommt entdeckt man aber etwas vollständig anderes: ein massives Kunstwerk aus Beton. Das Werk ist ein Abguss des Innenraums eines alten Bootshauses. Whiteread dreht die Innenseite nach außen und bringt auf diese Weise die Zeit zum Stehen. So möchte die Künstlerin uns dazu anregen, auf neue Art über unsere Umgebung nachzudenken. 

- Ich habe die Luft  im Raum des Bootshauses mumifiziert, erläutert Rachel Whiteread ihre Projekt-Idee. 

- Mein Ziel war es eine „schüchterne Skulptur“ zu schaffen. Eine Skulptur, die würdevoll und friedlich dort stehen sollte. Das Bootshaus und sein Innenraum hatten alle von ihr gewünschten Qualitäten.  Es repräsentiert die Geschichte des Ortes. Die Skulptur bewahrt etwas, was sonst verloren wäre. 

Rachel Whiteread ist für Skulpturen bekannt, die oft Abgüsse von Alltagsgegenständen sind. Sie verwendet dazu alles von Badewannen, Kartons und Schränken bis hin zu ganzen Räumen und sogar Gebäuden. Charakteristisch für ihr Werk ist die Verwendung des „negativen Raums“. Ihre Skulpturen sind Abdrücke des Leerraums in einem Gegenstand oder dessen Unterseite.

RACHEL WHITEREAD (geb. 1963)

Rachel Whiteread ist eine der führenden zeitgenössischen Künstlerinnen Großbritanniens. 1993 erhielt sie als erste Frau den renommierten Turner-Preis. Sie gehört zu den Young British Artists, einer Künstlergruppe, die erstmals im Jahre 1988 gemeinsam in London ausstellte und der auch Künstler wie Damien Hurst und Tracey Emin angehören. Die Skulpturen von Rachel Whiteread sind oft Abdrücke von Alltagsgegenständen. „Der leere Raum“ charakterisiert viele von ihren Skulpturen. The Gran Boathouse ist ihr erstes Kunstwerk in Norwegen.

 
Rachel Whiteread   Foto: Sverre Chr. Jarild

Rachel Whiteread

Foto: Sverre Chr. Jarild

 
 

DER ORT

Østre Toten im Bezirk Oppland ist eine der größten Agrargemeinden des Landes und besonders für den Anbau von Kartoffel und Zwiebel bekannt. Auch Industrie ist in der Gemeinde deutlich vertreten. 

Allium ist dank Wyllers Einsatz von wiederaufbereitetem Stahl der Firma AS Oppland Metall in Østre Toten verankert. Zudem wurde die Skulptur in Kai Grans Stahlwerkstatt in Kolbu angefertigt, und mit ihrer zwiebelähnlichen Form greift Allium den Status von Østre Toten als Landwirtschaftsgemeinde und Zwiebelproduzent auf.

– Ich habe mir einen Aufstellungsort gewünscht, der mit dem Mjøsa und der landwirtschaftlichen Umgebung in Kontakt ist. Entscheidend war außerdem, dass es eine lokale Quelle für die Werkstoffe des Projektes gab. 

 

Skulpturstopp ist ein Geschenk der Sparebankstiftelsen DNB an norwegische Gemeinden.

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Kontakt:
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